Über 50, aktiv und fit

Über fünfzig, Gott sei Dank!

Juli 13, 2009 · Kommentar schreiben

„Alt werden wollen alle, aber halt dabei nicht älter werden.“ So ein Kalenderspruch ist mir neulich wieder unter die Augen gekommen, natürlich eine bekannte Banalität aus der Kategorie „Jeder schimpft übers Wetter, aber keine tut was dagegen“.  Trotzdem: Über fünfzig zu sein hat eine Reihe unbestreitbarer Vorteile.

Als da wären:

  1. Man muss sich nicht mehr über den letzten Stand der Cellulite-Bekämpfung informieren
  2. Man kann sich fundiert über Vor- und Nachteile von uralten Computern auslassen
  3. Man weiss, das ein Spoiler ein Auto nicht hübscher macht, ganz im Gegensatz zu klassischem Understatement.
  4. Man hält sich nicht mehr damit auf, jede Liste bis zum zehnten Punkt zu verlängern ;-)

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SelbA: Training für die grauen Zellen

Juni 23, 2008 · Kommentar schreiben

Wenn man vom Einkaufen schon wieder ohne Milch heimkommt oder partout die Schlüssel nicht mehr findet, aus lauter Zerstreutheit den Namen des Enkels mit dem der Hauskatze verwechselt, ist das für viele ein Alarmzeichen fürs Altern: Die geistigen Fähigkeiten nehmen ab.

Dabei kann man sehr viel gegen diese Erosion tun: Es muss nicht Gehirnjogging am Nintendo sein. Ein Angebot des Katholischen Bildungswerks für Senioren ist SelbA („Selbständig im Alter). In Gruppen trainieren Senioren im Alter von 60 bis 90 Gedächtnis, Körper und Seele.

Christa Lang, eine Trainerin in diesen Gruppen, symbolisiert den Zweck der SelbA-Gruppen mit einem Stuhl, der auf den vier Beinen „Gehirn“, „Körper“, „Seele“ und „Alltagskomptetenz“ steht. Wird ein Bein schwach, kippt das Gleichgewicht.

Gegensteuern ist oft einfach. Regelmäßig, am besten täglich ein wenig Gedächtnistraining mindert die Ermüdungserscheinungen der Neuronen. Am einfachsten ist das im Rahmen einer Gruppe – schon das Treffen der netten Bekannten macht Freude.

Kreuzworträtsel oder ein wenig abgewandelte Partyspiele wie das bekannte „Ich packe meine Koffer“, dazu Tanzrunden und Plaudereien halten die grauen Zellen der grauen Damen und Herren fit.

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Im Taumel der Fussball-EM…

Juni 7, 2008 · 1 Kommentar

Jetzt geht’s also los. Ganz Österreich fiebert im Zeichen der Fußball-EM spannenden Matches entgegen, bewimpelt in einem bisher nicht gesehenen Ausbruch eines keine wirklichkeitsgeprüfte Begründung suchenden Nationalstolzes die japanstämmige Karre – gerne auch an beiden Seitenfenstern – und freut sich auf ein Monat der Freude und der ausgelassenen Fussballparties.

Deutschland hat 2006 vorgemacht, wie entspannt ein ganzes Volk mit der Welt feiern kann, wie Vorurteile sich in Freude auflösen und eine karthartische Wirkung selbst auf Fußballagnostiker durchschlagen kann. Wird in Österreich nicht anders werden, schätze ich mal.

Abseits des publizistischen Mainstreams aus Fernsehen und Zeitung und Public Viewing und Fanmeile engagiert sich das Weblog football 4 all dabei, für Sehbehinderte und Blinde eine umfassende Informationsstelle zu bieten. In der Infozone sammeln sich Ratschläge zum Stadionbesuch, Hinweise auf verwandte Dienstleistungen wie den ÖBB-Fahrplan oder die Hausordnung der UEFA und das Ticketing. Selbst Sozialminister Buchinger hat ein Grußwort zum Weblog beigesteuert. football4all ist barrierefrei, was man von den Angeboten der ÖBB und manchen anderen verlinkten Websites nicht unbedingt behaupten kann.

Die redaktionelle Betreuung des Blogs während der EM liegt beim Team der MAIN_Medienarbeit Integrativ. Die sind „…ein gemeinnütziger Verein für inklusive und barrierefreie Information und Öffentlichkeit…“ (Zitat von MAIN_web Website) und mit ihrem absolut modernen Zugang zu Öffentlichkeitsarbeit, neue Technologien, Verständnis für die Ansprüche von Behinderten (und auch den Bedürfnissen der Älteren) ein echter Lichtblick im Umfeld der sozial engagierten NPOs.

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Elektrisch durch die Strassen rollern – das hat schon was

Juni 5, 2008 · Kommentar schreiben

Bei aller Fitness: Manchmal macht einem das Alter doch etwas zu schaffen. Nicht nur einfach so, sondern auch nach einem Krankenhausaufenthalt zum Beispiel.

Dan ist es ganz praktisch, nicht gar zu weit zu Fuß gehen zu müssen. In der Stadt und für kurze Wege hilft da so ein kleines Elektromobil. Designmäßig zwar eher von vorgestern, aber wer wird schon überkritisch sein, wenn die Leistung stimmt.

Beim Hofer gibt’s nächste Woche eines, das werde ich mir mal kritisch ansehen. Vorsichtshalber, damit ich dann schon Ahnung hätte von der Technik, falls der Bedarf akut wird.

Die Daten auf dem Papier schauen recht vernünftig aus:

  • 40 Kilometer Reichweite
  • Zwei Akkus – gut, da kann immer einer in der Ladestation bleiben, während der andere genutzt wird
  • Komfortsitz
  • …und so weiter

Der Preis ist… na ja, in der Größenordnung eines ordentlichen Mountain Bikes, würde ich mal sagen.

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Forscher prophezeien neue Wege der Seniorenmedizin

Mai 24, 2008 · 1 Kommentar

Ist 90 das neue 50? Noch nicht, so die Forscher, aber der medizinische Durchbruch zu bemerkenswerten Fortschritten bei der Verlängerung des Lebenszeit und zur Vermeidung der altersbedingten Wehwehchen ist näher als viele denken.

Altern, und im speziellen älter werden und dabei gesund bleiben, wird immer wichtiger, je „grauer“ die Bevölkerung und je größer der Anteil von über-60-Jährigen Babyboomern wird. Darum kümmern sich auch immer mehr Forscher um diesen Sektor, der doch lange Zeit mehr als Hinterhof der Medizin galt.

Ein paar Zitate von der Schlussveranstaltung des zu Ende gegangenen World Science Festival belegen diesen Sinneswandel:

„Es ist ein Mythos, dass Schönheitschirurgie dich jünger macht“, sagt Jazzlegende Marilyn Maye. „Ich halte die inner Einstellung für das, was einen wirklich jung hält. Und immer in Bewegung bleiben.“

Robert Butler, der als Pionier der Altersforschung den Pulitzerpreis für sein Buch „Why Survive? Being Old in America“ gewonnen hat, meint: „Die Leute leben länger und besser, wenn sie einen Sinn sehen“. Medizin und Biologie sind wichtig für ein langes Leben, aber Freundschaften und enge Beziehungen zu pflegen hat eine Rieseneinfluss.

Butler sagt auch, dass die Revolution zur Lebensverlängerung bereits eingeterten ist – schliesslich ist die durchschnittliche Lebensdauer während des letzten Jahrhunderts um dreissig Jahre gesstiegen- Das ist mehr als in den 5000 Jahren zuvor.

Ein Forschungsprojekt von Richard Weindruch, in dem die Auswirkung von geringer Nahrungsaufnahme untersucht wurde, hat in einer Langzeitstudie Affen bis zu 40 Jahre alt werden lassen. Die Suche nach den dafür verantwortlichen Genen ist seit zehn Jahren im Gange und soll in einer Pille resultieren, die dieselben Effekte ohn permanentes Hungergefühl erzeugt.

Bis dass es soweit ist, bleibern die Forscher aber bei der herkömmlichen Empfehlung: Viel Bewegung.

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Lustvoll altern

Mai 5, 2008 · Kommentar schreiben

Unvorstellbar ist das für Junge: Oma und Opa tun es noch. Sexualität unter älteren Menschen ist in unserer der Jugendideal nacheifernden Gesellschaft ein verpöntes Thema. Darüber spricht man nicht.

Aber das Bedürfnis nach Berührung und Körperkontakt hat man auch im Alter, das zeigen viele Untersuchungen. Natürlich ist ein Unterschied zwischen der Sexualität in der Jugend und in reiferen Jahren.

Das Schwergewicht verlagert sich auf Geborgenheit und Zärtlichkeit, sowohl begründet in den körperlichen Veränderungen als auch in der inneren Vorstellung, dass sexuelle Bedürfnisse im Alter reduziert sein „müssten“.

Für Frauen hängt Sexualität oft mit der Fähigkeit zum Kinderkriegen zusammen, und man hört sogar vom Irrglauben, dass das Klimakterium das Ende des Lustempfindens sei. Medizinisch natürlich Unsinn.

Eher noch haben die Männer ein Problem im Alter – Durchblutungsschwierigkeiten und ähnliches.

Letztlich soll jeder Mensch seine Träume und Bedürfnisse selbst erkennen und erfüllen können. Der offenen Umgang damit ist eine Aufgabe, die nur im richtigen gesellschaftlichen Klima umgesetzt werden kann.

(Foto: Trauringe von juliaf bei sxc.hu)

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Experten raten: Adaptieren Sie Ihr Haus jetzt fürs Alter

April 6, 2008 · 1 Kommentar

Eine Betrachtung über die Bewohnbarkeit unserer Häuser im Alter sollte genauso Routine sein wie die Planung der finanziellen Absicherung im Alter, meinen Wohnbauexperten.

Ein altersgerechter Umbau des Wohnhauses würde nicht nur älteren Menschen helfen, länger in ihren Häusern zu bleiben und ein unabhängiges Leben zu führen, sondern auch der Gesellschaft nützen, da der Bedarf nach Langzeitpflege vermindert würde. Unbestritten ist, dass der Einbau eines Treppenlifts eine eklatante Verbesserung der Wohnqualität in mehrstöckigen Wohnhäusern bewirkt, aber auch mit anderen intelligenten Umbauten kann seniorengerechter und barrierearmer Wohnraum geschaffen werden.

Geschieht ein solcher Umbau im Zuge eines Umbaus oder einer Erweiterung, sind die Kosten nicht unbedingt hoch, trotzdem erhöhen sie den Marktwert des Wohnhauses. Oft werden Veränderungen erst angegangen, wenn sie eine behinderte oder ältere Person benötigt. Ein viel effektiverer Zugang ist es, solche Anpassungen gleich während einer Renovierung einzuplanen, und so raten Wohnbauexperten dazu, heute schon für den Wohnbedarf im Alter vorauszudenken.

Nachdem unbestritten ist, dass der Großteil der älteren Menschen in ihrem eigenen Haus bleiben will, ob alleine oder mit dem Partner, ist diese Vorgehensweise absolut sinnvoll. Eine Liste von über fünfzig teils kleinen Einrichtungselementen für ältere Menschen enthält

  • Türgriffe statt Drehknöpfen
  • Ein Ablagebord auf der Innenseite der Eingangstür
  • Beleuchtete Türglocke
  • Hebelarmaturen bei Waschbecken, Badewanne und Brause
  • Lochgriffe an Kästen
  • Keine Schwellen oder Barrieren zwischen den Räumen
  • Schwingtüren an Stelle von Schiebetüren
  • Dicht gewebte Teppiche

So einfach diese Einrichtungsgegenstände auch eingebaut sind, helfen sie doch älteren Menschen in großem Ausmaß. Baumeister, Renovierungsunternehmen und Hausbesitzer sollten ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass gerade diese kleinen Änderungen große Auswirkungen auf die Lebensqualität von Senioren und die Aufwände der Gesellschaft für die Altersvorsorge haben.

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